Retten wir die Geburtenstation in Dornbirn

Pressestelle - Vorarlberg

20. April 2026

Die Zukunft der Geburtenstation Dornbirn steht auf der Kippe – und mit ihr ein zentraler Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung. Nun startet das Volksbegehren „Ja zum Erhalt“, um die Schließung doch noch zu verhindern.

Moderne Station – erst kürzlich ausgebaut

Erst 2023 wurde die Geburtenstation um rund 2 Millionen Euro modernisiert. Jährlich kommen hier etwa 1300 Kinder zur Welt. Gleichzeitig wurden wichtige Bereiche ausgebaut: Beckenbodenmedizin, Brustgesundheit, gyn-äkologische Tumorbehandlung sowie die Kinder- und Jugendheilkunde. Die Station ist damit ein zentraler medizinischer Knotenpunkt für die Region.

Verlagerung trotz Ausbau geplant

Trotz dieser Investitionen sehen die Pläne des „Spitalscampus 2030“ vor, zentrale Abteilungen wie Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde nach Bregenz zu verlegen. Hintergrund ist die Vorgabe, jede Fachrichtung nur noch einmal pro Region zu führen. Die Kosten dafür: rund 12,5 Millionen Euro. Einsparungen? Laut Vergleich der Strukturpläne würden gerade einmal vier Betten wegfallen.

Risiken für Patientinnen und Familien

Kritik gibt es nicht nur wegen der geringen Einsparungen. Auch die Erreichbarkeit wird zum Problem: Bregenz liegt im Norden Vorarlbergs, Staus sind häufig. Dornbirn hingegen ist verkehrstechnisch gut angebunden. Gerade bei Geburten zählt oft jede Minute – lange Fahrzeiten können zum Risiko werden!

Breiter Widerstand in der Bevölkerung

Der Protest gegen die Verlegung ist groß. Ein offener Brief von Ärzt:innen, eine Petition mit über 57.000 Unterschriften und Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmer:innen zeigen: Viele Menschen wollen den Erhalt der Station. Dennoch wurde die Reform von der Politik vorangetrieben.

Volksbegehren ermöglicht Mitbestimmung! 

Jetzt startet das Volksbegehren „Ja zum Erhalt“. Ziel ist es, genügend Unterstützung zu sammeln, um die Landesregierung zum Handeln zu bewegen. Ab 5.000 Unterschriften muss das Anliegen behandelt werden, ab 30.000 kommt es zu einer verbindlichen Volksabstimmung. Der Einsatz für die Geburtenstation Dornbirn geht damit in die entscheidende Phase! 



KPÖ Vorarlberg