KPÖ startet Mieternotruf

Pressestelle - Vorarlberg

18. April 2026

Die Mieten steigen weiter – und für viele Menschen wird leistbares Wohnen zur Existenzfrage. Während die Politik zuschaut, startet die KPÖ Vorarlberg den Mieternotruf, um konkret zu helfen und Druck zu machen. 

Wer in Vorarlberg zur Miete wohnt, weiß wie teuer das hierzulande ist. Die letzten Jahre hat sich die Lage zusätzlich noch einmal verschärft und Vorarlberg hat bei den Wohnungsmieten inzwischen österreichweit das teuerste Niveau erreicht. Um ganze 4,1% sind die Kosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während die Einkommen durchschnittlich um nur 3,5% höher sind als im Vorjahr.

Die Wohnumfrage der Arbeiterkammer Vorarlberg, bestätigt die steigenden Preise: 2025 gaben die Menschen in Vorarlberg durchschnittlich 33,1% ihres Einkommens (die „untere Hälfte“ sogar ganze 44%) nur für die Wohnkosten aus!

Kaum gemeinnütziger Wohnbau in Vorarlberg, leere Versprechungen der Landesregierung

Dass die Mieten so stark steigen, liegt nicht nur an immer höher werdenden Energiepreise, sondern auch daran, dass Vorarlberg im Bundesvergleich mit Abstand am wenigsten gemeinnützigen Wohnbau hat. Der Großteil der Mietwohnungen wurde also von privaten Immobilienkonzernen angeboten, die oftmals den Mangel an Wohnraum ausnutzen und übermäßig hohe Mieten und Nebenkosten verrechnen.

Dass leistbares Wohnen für die Landesregierung keine Priorität hat, zeigt deren zögerliches Handeln: 2019 versprachen die ÖVP und Grüne, in den nächsten fünf Jahren 4000 neue gemeinnützige Wohnungen in Vorarlberg zu bauen. Bis 2024 ist gerade einmal die Hälfte fertiggestellt. Der Blick nach Tirol zeigt, dass es auch anders geht. Dort entstehen jedes Jahr über 2000 leistbare gemeinnützige Wohnungen!

KPÖ Vorarlberg startet den Mieternotruf

Um hier zu unterstützen und bei rechtlichen Fragen weiter zu helfen ruft die KPÖ Vorarlberg einen „Mieternotruf“ ins Leben, berichtet der Sprecher der Partei Sascha Kulasevic aus Dornbirn: „Wir wollen Menschen dabei unterstützen, Mietverträge und Betriebskostenabrechnungen auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen und bei Kündigungen oder verschleppten Kautionsrückzahlung beraten. So, wie die Situation momentan ist, kann es nicht weiter gehen. Die zahnlose Mietpreisbremse der Regierung bringt den aller meisten Mieterinnen und Mietern rein gar nichts, daher springen wir ein und versuchen, für die Menschen da zu sein.“ 

Mieternotruf der KPÖ Vorarlberg: + 43 677 644 260 66